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UNSERE
SONDERAUSSTELLUNGEN

FRISCH GEZAPFT!
DAS BIER UND WIR

22. MÄRZ - 29. SEPTEMBER 2024

Das Sauerland-Museum und die Brauerei C. & A. Veltins werden 2024 gemeinsam eine Ausstellung zeigen, die erstmals in umfangreicher Weise die sauerländische Brautradition seit dem Mittelalter vorstellt. Im Jahr 2024 feiert Veltins als eine der größten Braustätten Deutschlands ihr 200-jähriges Jubiläum.

Die Ausstellung setzt sich zum Ziel, die Ursprünge der sauerländischen Biertradition zu ergründen, um davon ausgehend die vielen Facetten des Brauens in Südwestfalen aufzuzeigen: Neben dem traditionellen Handwerk der Braukunst geht es dabei auch um Industrialisierung und Erfolgsgeschichte des sauerländischen Biertyps. Ein besonderes Augenmerk legt die Ausstellung auf die Genusswelten des Bieres (und ihre Nebenwirkungen): Neben die Geselligkeit auf Festen und in der Gastronomie treten die Konsumwelten des Stadions und der heimischen vier Wände.

 

So verfolgt die Ausstellung die innovativen und bahnbrechenden Entwicklungen seit Gründung der Brauindustrie anhand der großen Brauereien im Sauerland und Südwestfalens (Veltins, Warsteiner und Krombacher) und wirft einen Blick auf den Wandel der Genusswelten rund ums Bier im Sauerland im 20. und 21. Jahrhundert.

Während das 200-jährige Bestehen der Veltins-Brauerei aus Meschede-Grevenstein Anlass für diese Ausstellung liefert, so ist ihr Anliegen doch die Darstellung der Entwicklungen in der (süd-)westfälischen Brauereilandschaft und der spezifischen Bierkultur im Sauerland insgesamt in ihrer Breite und Vielfalt. Die Geschichte der Brauereien aus dem Sauerland, dazu gehört beispielsweise auch die Westheimer oder die aufgelösten Standorte in Arnsberg, Oeventrop und Neheim, lässt sich zudem kaum ohne die Rivalität zu den einst dominierenden Dortmunder Brauereien erzählen, deren Vorherrschaft die südwestfälischen Brauereien aufbrachen.

 

ZERRISSENE TRÄUME

NOV 2024 - FEB 2025

Politik und Gesellschaft im Spiegel expressionistischer Kunst

"ZERRISSENE TRÄUME" ist die dritte Ausstellung einer Trilogie über den Expressionismus im Sauerland-Museum und beschäftigt sich mit der Rolle dieser Kunstrichtung in Politik und Gesellschaft von 1914 bis 1945. Zudem richtet die Ausstellung den Blick auf sein Erbe im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts.

Der im August 1914 beginnende Krieg setzte eine tiefe Zäsur in der europäischen Geschichte und beendete abrupt eine vielfältige Epoche der Kultur. Viele Künstler und Intellektuelle begrüßten zunächst den Krieg. Innerhalb weniger Wochen machten sie schmerzhafte Erfahrungen, die sie oftmals im künstlerischen Ausdruck reflektierten. So entwickelten sie das revolutionäre Selbstverständnis expressionistischen Schaffens weiter und belebten den künstlerischen Austausch in den Zwischenkriegsjahren.

Die Multivalenz der Kunst zwischen Krieg, Frieden, Revolution, Demokratie und wirtschaftlichen Achterbahnfahrten belegen expressionistische Werke bis hin zu ihrer Vereinnahmung, Verfolgung und Verfemung im Nationalsozialismus.

 

Alle gezeigten Werke gehören zur Sammlung Gerhard Schneider, einige stammen aus Künstlernachlässen. Der gebürtige Sauerländer Gerhard Schneider wurde in Marsberg geboren und lebt heute in Olpe. Er trägt mit seiner umfangreichen Sammlung wesentlich zur Aufarbeitung der Wirkungsgeschichte expressionistischer Kunst bei. Zu seiner Sammlung gehören Werke von Max Brüning, Paul Kleinschmidt, Edmund Kesting, Gerd Böhme, Robert Liebknecht und vielen mehr.

Angereichert wird die Ausstellung mit kulturhistorischen Objekten aus der regionalen Sammlung der Museumslandschaft des Hochsauerlandkreises und des Sauerland-Museums, um die künstlerischen Einflüsse auch im Sauerland und in Südwestfalen zu verorten.

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

FRÜHERE AUSSTELLUNGEN

Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über unsere vielfältigen vergangenen Ausstellungen. Über die Download-Funktion können Sie sich die Flyer der jeweiligen Ausstellung herunterladen.

 

Die Künstlerin Toulu Hassani wurde 2022 mit dem August-Macke-Preis ausgezeichnet und zeigte in der Preisträgerin-Ausstellung ihre Werke bei uns im Museum. Ein Kunstwerk hat sie dabei erst direkt vor Ort gestaltet.

Die Bilder von Toulu Hassani sind minutiös ausgearbeitete abstrakte Werke. Die Konzentration und Ruhe, die sie beim Zeichnen und Malen dieser Werke aufbringt, vermitteln sich dem Betrachter, der angeregt wird, sich meditativ in die Oberflächen und Strukturen der Werke hineinzusehen. Toulu Hassani bereitet oft zunächst ein Raster vor, welches sie dann zeichnend und malend ausarbeitet. Dabei variiert sie die Formen und Bewegungen im Laufe der Arbeit, so dass das Ergebnis sich erst im Prozess herausbildet.

„Toulu Hassanis intensive Arbeiten demonstrieren die Kraft des individuellen Kunstwerks, mithin das, worum es auch August Macke wesentlich in seiner Kunst ging", heißt es in der Begründung der Macke-Preis-Jury.

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Die Ausstellung widmete sich der Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Waldes: Der Wald im Sauerland bildet seit Langem die Lebensgrundlage der Menschen in der Region und liefert natürliche Ressourcen. Sie nutzen ihn seit jeher auf vielfältige Weise und der Wald bereichert unser kulturelles Leben um Geschichten und Sagen. Aber was ist aus unserem Wald geworden? Was macht der Mensch, was macht der Klimawandel mit dem Wald?

Die Ausstellung ging der Frage nach, wie historische Nutzung und künftige Gestaltung des Waldes maßgebliche Bedeutung für die Menschen in Südwestfalen auch im globalen Kontext einnehmen.

Jüngere Besucher wurden spielerisch an die Vielfalt des Waldes und seiner Bewohner herangeführt oder können sich in die Welt der Märchen entführen lassen.

Die Ausstellung wurde von der NRW-Stiftung und vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gefördert.

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Dass Hexenverfolgung kein dunkles Kapitel aus dem Mittelalter ist, sondern noch heute Menschen als "Hexen" verfolgt und ermordet werden, war Thema der Hexenausstellung 2022.
In der Frühen Neuzeit war das kurkölnische Sauerland ein Zentrum der europäischen Hexenverfolgung. Allein im Amt Balve wurden innerhalb von zwei Jahren etwa 300 Menschen hingerichtet. Wie gelang es "Hexenjägern" wie Ferdinand von Bayern und Heinrich von Schultheiß, so viele Prozesse zu veranlassen?

In der großen Sonderausstellung wurden die Ursachen und Hintergründe für Hexenverfolgungen dargestellt. Konkrete Schicksale führten dem Besucher das Ausmaß des Schreckens vor Augen. Gleichzeitig wurde der Blick in die Gegenwart gerichtet und der Vergleich mit der historischen Hexenverfolgung in unserer Region gezogen.

Die Ausstellung wurde von der LWL-Kulturstiftung gefördert.

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Die Ausstellung "Im Westen viel Neues. Facetten des rheinisch-westfälischen Expressionismus" rückte die Vielfalt des Expressionismus im Rheinland und in Westfalen in den Fokus und damit den Westen als ein wichtiges künstlerisches Zentrum neben Berlin und München.

"Im Westen viel Neues" konzentrierte sich auf die unterschiedlichen Ausprägungen der modernen Bewegung zwischen etwa 1908 und 1928 in dieser Region. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Druckgrafiken waren dabei ebenso Teil der Schau wie Alltagsobjekte, Möbel, Architektur, Lyrik und Bühnenbilder und damit auf die Durchdringung von Kunst und Leben.

Die Ausstellung vereinte etwa 160 Exponate bekannter und unbekannter Persönlichkeiten, zeigt bekannte und unbekannte Werke. Unterschiedliche Themenfelder ließen das Neue und die Vielfalt des Expressionismus deutlich werden. Besucherinnen und Besucher wurden mitgenommen auf eine Reise in eine lebendige Region an der Schwelle des 20. Jahrhunderts.

Ausstellungskuratorin: Dr. Ina Ewers-Schultz, Köln

Die Ausstellung wurde im Rahmen der Kunst- und Kulturförderung vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

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Die Sonderausstellung beschäftigte sich mit der letzten Eiszeit, die vor ungefähr 400.000 Jahren begann und vor 11.500 Jahren endete. Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag bei fünf Grad unter null. 

Das Klima der Eiszeit begünstigte vor allem das Überleben großer Säugetiere, da diese aufgrund des größeren Körpers Wärme besser speichern können als kleine Tiere. In der Ausstellung warteten Riesenhirsche, Steppenbisons, Wollnashörner und wollhaarige Mammuts auf die kleinen und großen Gäste. Das Wollhaarmammut mit seinem Kalb beeindruckte dabei vor allem durch seine Größe und zog Kinder und Erwachsene gleichermaßen in seinen Bann.

Ein absolutes Highlight der Ausstellung war das etwa 43.000 Jahre alte Skelett eines Mammutbullen, das 1910 bei Grabungen in einer Tongrube in Ahlen (Kreis Warendorf) gefunden wurde und sich heute im Besitz des Geomuseums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster befindet. Das aus etwa 220 Knochen bestehende Knochengerüst wiegt um die 500 Kilogramm, hat eine Länge von 5,50 Metern und eine Höhe von 3,25 Metern.

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VOM REVIER INS SAUERLAND

Rauchende Schlote im Ruhrgebiet – eine nahezu paradiesische Landschaft im Sauerland. Dieser Kontrast konnte am Ende des 19. Jahrhunderts kaum größer sein. Durch die Industrialisierung waren im Ruhrgebiet in wenigen Jahrzehnten aus meist kleinen Städten und Dörfern Großstädte entstanden. Schwere Untertagearbeit und enge Wohnverhältnisse im „Kohlenpott“ ließen bei vielen Menschen die Sehnsucht nach Freizeit und Erholung aufkommen. Was lag näher, sich diese „vor der Haustür“ – im Sauerland – zu erfüllen.

Vor diesem Hintergrund thematisierte die Ausstellung die Entwicklung des Tourismus im Sauerland von den Anfängen bis in die Gegenwart. Meilensteine waren die Gewährung von ersten bezahlten Urlaubstagen, der Bau von Eisenbahnlinien wie der Oberen Ruhrtalbahn und die Errichtung der Talsperren. Geplant zur Wasserversorgung des „Reviers“, entwickelten die Sauerländer Seen bald enormes Potential für Erholung und Freizeit.

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August Macke gehört zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus. Geboren wurde er 1887 in Meschede im Sauerland. Die Ausstellung „August Macke – ganz nah“ beleuchtete seine Persönlichkeit in einer Vielzahl thematischer und biographischer Aspekte. Macke war ein Künstler, der seinen Weg selbstbewusst verfolgte und seine Entscheidungen auch gegen die Konventionen seiner Zeit traf.

August Macke hat ein überaus faszinierendes und facettenreiches Werk geschaffen. In ihm spiegelt sich sein fortwährendes Experimentieren mit neuen Formen und Farben, seine Suche nach einer modernen Sprache der Kunst, die den veränderten Zeitbedingungen am Beginn des 20. Jahrhunderts Rechnung trägt.

Die Ausstellung zeigte nicht nur Gemälde und Zeichnungen, sondern stellte den ganzen Künstler vor als Entwerfer für das Theater in Düsseldorf oder als Gestalter von Kunsthandwerk.
Die Konzeption umfasste auch die zeitgeschichtlichen Hintergründe, vor denen sein Werk entstand, und berücksichtigte seine Rolle als junger Familienvater und unermüdlicher Netzwerker.

Ausstellungskuratorin: Dr. Ina Ewers-Schultz, Köln
Die Ausstellung wurde im Rahmen der Kunst- und Kulturförderung vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

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